Hamburg
Marktmetropole



Hamburg: Marktmetropole Europas
Wochenmärkte - der geneigte Reisende lehnt sich zurück und läßt die Bilder südlicher "mercados" an sich vorbeiziehen: Die Farbenpracht und Vielfalt, der durchdringende Geruch von Gemüse, Gewürzen und allerei toten und lebendigen Tieren, welche die Händler mit markigen Schreien anpreisen, die nie empfundenen sinnlichen Reize. Ausgerechnet die angeblich so kühle Nordhauptstadt Hamburg ist mit allein 62 Wochenmärkten eine Stadt der Superlative: Die Hansestadt ist Europas Marktmetropole.
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Über alle Grenzen hinaus bekannt: Die Hamburger Märkte
Wochenmärkte sind die Summe der Erfahrungen, die der erlebnishungrige Nordmensch im warmen Süden sucht. Wieder zuhause, kommen die wehmütigen Erinnerungen und die seufzende Einsicht, all das sei hier nicht vorhanden. Aber stimmt das wirklich?

Über alle Grenzen hinaus bekannt ist der Hamburger Fischmarkt. Aber nicht nur dort erwartet den Besucher eine quirlige, lebendige Atmosphäre, die das Vorurteil vom steifen Hanseaten widerlegt. Beim Streifzug über Hamburgs bekannteste Märkte lernt man zugleich die unterschiedlichen Facetten kennen, die die Stadt dem aufmerksamen Betrachter bietet.

Der Fischmarkt

An den St. Pauli-Landungsbrücken ergießen sich Sonntagmorgen um fünf Uhr wahre Besucherströme aus den U-Bahnschächten und schieben sich über die Hafenstraße Richtung Fischmarkt. Seit 1703 existiert der Fischmarkt. Ehemals nur den Elbfischern und ihrer leicht verderblichen Ware überlassen, gehört der Markt heute mit seinem Angebot an Obst und Gemüse, Kakteen und Kitsch zu Hamburgs wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Das Publikum ist bunt zusammengewürfelt: Nachtschwärmer mit dem aschfahlen Aussehen einer durchfeierten Nacht, Frühaufsteher, Touristen, Schnäppchenjäger... Sie alle kommen wegen der grandiosen Hafenatmosphäre und nicht zuletzt wegen der urigen Marktschreier, die mit unverblümter Direktheit auf Kosten der umstehenden Neugierigen ihre Witze machen. Von 5-12 Uhr lädt die Fischauktionshalle bei Live-Musik zum Brunch ein. Dort gibt es Snacks aller Art, Bier, Kaffee, Kartoffelpuffer, Krabben oder Spiegelei. 

Der Isemarkt

Der wohl bekannteste Wochenmarkt Hamburgs nach dem Fischmarkt ist der Isemarkt. Er zieht sich als größter Markt Europas unter freiem Himmel 970 Meter unter der Hochbahn in der Isestraße entlang. Der Isemarkt verbindet geographisch die Stadtteile Hoheluft und Eppendorf. Mehr als 200 Händler bieten Dienstag und Freitag von 8-13 Uhr nicht nur eine erlesene Auswahl Lebensmitteln - vom italienischen Ciabatta bis zum französischen Tomme de Savoye - an, sondern auch Kleider, Schmuck, Comics, Bücher, Parfüms und, und, und...

Das Eppendorfer Teilstück - ausgehend von der U-Bahn-Station Eppendorfer Baum - zieht die Prominenz aus der Welt des Fernsehens und der Musikbranche an, dort begegnet man ”mit Chance” Klaus-Jürgen Wussow, Volker Lechtenbrink oder Marius Müller-Westernhagen. Besonders beim stadtbekannten Händler ”Fisch-Schloh” versammelt sich Hamburgs mondäne Welt der Schönen und Reichen.

Der westliche Teil nahe der Hoheluftchaussee gibt sich bodenständiger und preiswerter. Entsprechend groß ist die Rivalität. Ein alter Honigverkäufer, der seit 40 Jahren seine Produkte aus dem eigenen Kleingarten wohlfeil hält, erzählt gar, daß er noch nie am anderen Ende gewesen sei. Aber trotz oder gerade wegen dieser Kontraste ist der Isemarkt in einer der schönsten Straßen Hamburgs mit ihren imposanten Jugendstilhäusern ein herausragendes Erlebnis.

Der Goldbek-Markt

Bedeutend kleiner und überschaubarer zeigt sich der Goldbek-Markt in Winterhude. Wunderschön gelegen am gleichnamigen Kanal ist es der typische Markt ”um der Ecke”, auf dem sich die Nachbarschaft versorgt. Kunden und Verkäufer kennen sich seit Jahren oder gar Jahrzehnten, und nicht nur die angebotenen Waren, sondern auch der gewohnte ”Schnack” sind überlebensnotwendig.

Zu kaufen sind vor allem Nahrungsmittel aus dem direkten Hamburger Umland wie den Vier- und Marschlanden oder dem Alten Land. Am Dienstag und Donnerstag sind die Winterhuder unter sich. Nur am Samstag wird die Intimität leicht gestört, dann kommen Besucher aus allen Teilen Hamburgs, um über den dann vergrößerten Markt zu flanieren und danach im nahen Stadtpark spazieren zu gehen.

Der Markt am Ottenser Spritzenplatz

Ottensen ist in den vergangenen Jahren zum ”In-Viertel” avanciert. ”Tout le monde” zieht nach Altona, in das kulturelle Zentrum der alternativen Szene. Hier vereinigen sich unterschiedlichste Welten zu einem bunten Konglomerat: Kreative und Hafenarbeiter, Punks und Professoren, die multikulturelle Szenerie des Stadtteils mit dem höchsten Ausländeranteil.

Diese kleine und höchst lebendige Welt hat dienstags von 8-13 Uhr und freitags von 8-18.30 Uhr ihren Mittelpunkt auf dem Markt am Spritzenplatz, einem der alten, traditionellen Wochenmarkt-Schauplätze. Dort finden sich türkische und arabische Stände neben denen der alten Hamburger Bauernfamilien. Ein Bummel durch das alte Ottensen mit seinen schmalen Gassen und manchmal noch vorhandenen ländlichen Strukturen darf nicht fehlen, um den architektonischen und kulturellen Reichtum Hamburgs mal ganz anders zu sehen.

Der Blankeneser Wochenmarkt

Hamburgs Riviera: Schmale Treppen und Serpentinen führen zwischen kleinen Fischerhäusern den steilen Hang des Süllbergs hinunter, dahinter regiert die Elbe. Blankenese ist nicht nur der ansehnlichste Hamburger Vorort, sondern auch Schauplatz für einen der schönsten Wochenmärkte. In der Bahnhofstraße im Zentrum versammeln sich am Dienstag von 8-14 Uhr, Freitag von 8-18 Uhr und Samstag von 8-13 Uhr rund 50 Händler und bieten dem eleganten Blankeneser Publikum Gemüse, Fleisch, Blumen und vieles mehr. Außergewöhnliche Fischspezialitäten und exotische Früchte geben dem Markt ein besonderes Ambiente.

”Den anspruchsvollen Blankenesern kann man kein’ Ramsch andreh’n”, sagt einer der Fischhändler im hanseatischen Nasal. Die meisten Händler sind Familienunternehmer und stehen seit Beginn des Wochenmarkts 1946 am selben Platz, um ihre Produkte aus garantiert eigenem Anbau zu präsentieren. Ein abschließender Bummel im romantischen Treppenviertel hinunter zur Elbe ist bei jedem Hamburger Wetter ein Erlebnis und ein absolutes Muß für den Hamburg Besuch.

Der Turmweg am Rothenbaum

Donnerstags von 8.30 bis 14 Uhr trifft sich in Harvestehude die Antiquitäten-, Mode- und Werbeelite auf dem Wochenmarkt am Turmweg. Seit 1960 stehen die rund 70 Händler zwischen Rothenbaumchaussee und Johanniskirche im schicken Pöseldorf, das seit Mitte der Sechziger sehr in Mode gekommen ist.

Trotz der eleganten Lage des Wochenmarkts sind die Preise für Qualitätswaren angemessen. ”Ich freu’ mich immer auf den Donnerstag am Rothenbaum”, sagt ein Eierverkäufer, ”das ist hier ein bißchen wie im Film”. Viele Händler bieten kleine Fisch- und Fleischsnacks und versorgen die Geschäftsleute aus den nahegelegenen Büros. Nur einen Steinwurf entfernt bildet Hamburgs ganzer Stolz, die Alster, ein grandioses Panorama und lädt zum Promenieren oder Schippern ein.


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