Hamburg
Speicherstadt
Photo: www.mediaserver.hamburg.de/T. Hampel
Speicherstadt in Hamburg
Hier sieht alles so aus wie vor Jahrzehnten. Körbe, Kisten und Säcke voller Waren lagern auf dem Boden, und auch die von den Quartiersleuten benötigten Arbeitswerkzeuge sind vor Ort - vom Marktopf über die Waage bis zu Geräten zum Probestechen der Waren. Was zur Arbeit auf dem Speicher vonnöten war, ist zu sehen und zumeist auch anzufassen. Käme ein Quartiersmann vorbei, er könnte sofort mit der Arbeit anfangen.

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Angebote für Touristen

Der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex hat drei Museen

Der Besuch im Hamburger Speicherstadtmuseum - eines von dreien des weltgrößten Lagerhauskomplexes im nördlichen Freihafen - ist ein Ausflug in das Arbeitsleben längst vergangener Zeiten.

Die Ausstellung des Museums der Arbeit erzählt die Geschichte der Speicherstadt und veranschaulicht den Alltag der dort ansässigen traditionsreichen Betriebe. Dargestellt wird der Weg der Waren vom Schiff über die Schuten in die Speicher sowie die Arbeit der Quartiersleute. Kulisse ist der dritte Boden des Speichers der Quartiersmannfirma Eichholz & Cons. im St.Annenufer.

Die heute denkmalgeschützte, von Fleeten durchzogene Speicherstadt entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts in eindrucksvoller Backsteinbauweise. An der Stelle eines malerischen Barockviertels mit Kaufmannsgrachten und winkligen Fachwerkgassen errichteten die Hamburger Kaufleute ihre Lager. Durch den Ausbau des Freihafens sicherten sie ihre Handelsmacht, nachdem Hamburg 1888 ins Deutsche Zollgebiet eingegliedert worden war. Viel hat sich im Laufe der Jahre am Bild der Speicherstadt verändert.

Neue Lagerhallen wurden gebaut, die Waren fast nur noch von der Landseite angeliefert und auf den Fleeten statt Handelsgütern Touristen gefahren. Trotzdem ist das ganz spezielle Flair des Hamburger Freihafens erhalten geblieben. Heute noch werden Tee, Kaffee und Gewürze, wertvolle Teppiche oder Elektronik per Außenwinde in die Speicher gehüsert. Da ist nicht viel Phantasie vonnöten, um sich in die Zeiten zurückzudenken, als die Speicherstadt noch Kern des Hamburger Handels war. Wer mehr erfahren möchte, schaut im Deutschen Zollmuseum am Alten Wandrahm vorbei. Im historischen Gebäude des ehemaligen Zollamtes Kornhausbrücke, unmittelbar am Zollkanal, gewinnt der Besucher auf 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche ein eindrucksvolle Bild vom Wesen des Zolls und seinen Aufgaben im Wandel der Zeit. Während im Obergeschoß anhand von Urkunden, Modellen, Waffen, Uniformen und zollbezogenen Exponaten aller Art die Zollgeschichte von 5.000 Jahren veranschaulicht wird - der Bogen spannt sich von der Perückensteuer bis zum Europäischen Binnenmarkt -, informiert das Museum im Erdgeschoß über Schmugglertricks, Schwarzbrennerei und Tierartenschutz, und auf einem Schiffsponton im Zollkanal wird die die Geschichte der DDR-Grenzanlagen demonstriert. Hier liegt auch zum Besichtigen freigegeben der ehemalige Zollkreuzer Glückstadt.

Wem nach so viel Historie der Sinn nach Riechen und Schmecken steht, für den ist das Hot Spice Gewürzmuseum am Sandtorkai gerade richtig, denn die Hansestadt ist drittgrößter Gewürzumschlagplatz der Welt. Weswegen Hamburg auch liebevoll die Stadt der „Pfeffersäcke“ genannt wird. In der einmaligen Atmosphäre eines alten Lagerspeichers werden 500 Exponate aus fünf Jahrhunderten gezeigt. 60 verschiedene Gewürze können angefaßt und beschnuppert werden. Ist es Wacholder, oder ist es Piment? Gern erklärt Inhaber Uwe Paap die Siebanlage oder den Staubabscheider und wie oft die Majoranfelder am Nil abgeerntet werden können. Zu den Kostbarkeiten des Museums gehören auch ein antikes Stampfholz, mit dem die Inkas Yucca-Wurzeln zerkleinerten und ein kurioses Nelkenschiff aus Indonesien. Und als Souvenir erhält jeder Besucher einen kleinen „Pfeffersack“.



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