München
Mozarts Spuren



Mozarts Spuren in München


Mozart-Schauplätze in München:

Aufführungen fanden an folgende Orten statt:
Residenz: Kaisersaal, Hofkapelle, Cuvilliéstheater
Schloß Nymphenburg mit Amalienburg, Pagodenburg und Badenburg

Die verschiedenen Gasthäuser, in denen Mozart während seiner Aufenthalte logierte wie z.B. der Gasthof „Zum schwarzen Adler“ in der Kaufingerstraße 23 oder der Gasthof zum „Goldenen Hirschen“ (Theatinerstr. 17) existieren heute leider nicht mehr.

Eine Gedenktafel in der Burgstraße 6 erinnert daran, dass Mozart hier während seines mehrmonatigen Aufenhaltes 1780/1781 einen großen Teil seines „Idomeneo“ komponierte. Im 19. Jahrhundert wurde im Erdgeschoß ein „Gasthaus zum Mozart“ eröffnet (das nun aber auch nicht mehr existiert).

Mozart war zudem oft zu Gast in Münchner Adelsfamlien,wie u.a. bei Johann Nepomuk von Pernat, Kanonikus an der Liebfrauenkirche (das Haus war direkt an der Frauenkirche, wo heute die Musikhandlung Hieber sich befindet), beim Grafen Joseph Ferdinand von Salern (das Haus war in der Theatiner-/Perusastr.) oder beim Reichsgrafen Johann Kaspar von La Rosée (Dienerstr./Hofgraben) oder bei Frau von Durst (Marienplatz 26) oder bei Herzog Clemens in Bayern, (dem Vetter des damaligen Kurfürsten) im Clemens-Schlößl in der Elisensstraße am Stachus (Eine Gedenktafel an der Nordwand des Justizpalastes markiert den einstigen Lageort)


Stationen des Münchner Mozart-Rundgangs

In der Münchner Residenz:
1. Ahnengalerie
Hier sind die Bilder der beiden Kurfürsten zu sehen, die zu der Zeit regierten, als Mozart in München war. Kurfürst Max III, der von 1745 -1777 Bayern von München aus regiert. (neben dem Stammbaum der Wittelsbacher auf der linken Seite)

Max III verzichtet auf den Anspruch der Wittelsbacher auf die Kaiserwürde. Er übernahm 32 Millionen Schulden vom Vater, und schränkte deswegen die Hofhaltung ein. Er beauftragte den Bau des Cuvillies-Theaters und führte die allgemeine Schulpflicht ein. Er spielte ausgezeichnet Gambe und Violine. Er ist es allerdings, der Mozarts Bewerbung um einen Platz im Hoforchester ablehnt. Links daneben Kurfürst Karl Theodor (1777-1799), der in Mannheim einen glänzenden Hof hält mit einem herausragenden Orchester, mit dem Mozart bei seinen Mannheimbesuchen musiziert. Er besitzt reiche Sammlungen und gründet ein deutsches Nationaltheater, in dem Schiller die „Räuber“ aufführen kann. Mit dem Erbfall (= bei fehlendem Erben in der bayerischen Linie der Wittelsbacher kommt die pfälzische Linie an die Reihe), der 1777 eintritt, muß er nach München, bringt 741 Bilder, die halbe Schatzkammer mit und sein Orchester. München verdankt ihm den Englischen Garten, die Hofgalerien und den Zutritt zum Nymphenburger Park. Er lädt Mozart nach München ein, wo er ihn die Oper „Idomeneo“ aufführen lässt. Aber auch er gibt Mozart keine feste Anstellung.

2. Blick auf Cuvillies-Theater
In diesem Rokoko-Theater ist die Uraufführung der opera seria Idomeneo. 1781 ist dies das höfische Kulturereignis. Das Theater wird nur dieses eine Mal in dem Jahr bespielt.

3. Schwarzer Saal
Hier findet am 25.Geburtstag Mozarts die Generalprobe von Idomeneo statt, von hier aus war früher ein Zugang zum Cuvilliestheater möglich.

In den Kurfürstenzimmern:
4. Schlafzimmer
Linkes Bild: Kurfürst Max III mit seinem Hoftheaterintendanten Franz Anton Graf von Seeau, der auf eigenes Risiko Aufführungen von Opern und Schauspielen veranstaltete, die jedermann gegen Bezahlung besuchen konnte. Er beauftragt Mozart, eine opera buffa, La finta gardiniera, zu komponieren. Die Premiere findet am 13.1.1775 im Salvatortheater statt. 
Rechtes Bild: „Die kleine Hofmusik“. Max III spielt die Gambe, seine Frau Maria Anna das Spinett, während seine Schwester singt. Die Schwester Josepha Antonia war seit 1765 mit Joseph II. von Habsburg-Lothringen verheiratet, der als Kaiser von Österreich Mozart Opernaufträge gab.

5. Speisezimmer
Die Canaletto-Bilder zeigen Nymphenburg, die Sommerresidenz der Wittelsbacher. Hier gab das siebenjährige Wunderkind Wolfgang am 13.6.1763 während einer Hofgala ein Klavierkonzert, das so lange dauerte, dass seine Schwester nicht mehr zum Klavierspiel kam. (....nach der Hofetiquette durfte man zur Hofgala nur im Galagewand erscheinen...gut, dass Kaiserin Maria Theresia in Wien die Kinder Wolfgang und Nannerl mit solchen Prachtgewändern beschenkt hatte....) Zuvor hatten die Mozarts am Nachmittag die Schlösschen im Park besichtigt; die Amalienburg „mit dem schönen Bett und der Kuchel“, in der die Kurfürstin persönlich gekocht hat, gefiel Nannerl am besten.

6. Kleine Ritterstube
Hier passte Mozart am 30.9.1777 den Kurfürsten auf dem Weg zur Hofkapelle ab, um sich um eine feste Anstellung am Hof zu bewerben. Er versprach, er werde München zur Ehre gereichen, aber der Kurfürst konnte ihm keine Vacatur anbieten.

Auf der Fensterseite ein Gemälde der Josepha von Paumgarten, die als Mätresse Karl Theodors ihren Einfluß geltend machte, um Mozart den Kompositionsauftrag für Idomeneo zu verschaffen. Sie war nicht nur eine Schönheit, sondern auch eine große Sängerin und Mozart-Fan.

Die Mozart-Büste wurde anläßlich des 250. Geburtstags von Mozart aufgestellt. Sie war einst im Auftrag von Ludwig I. gefertigt, doch nicht aufgestellt worden. Der Grund dafür war, dass Mozarts Frau Konstanze, bei einem München-Besuch nach dem Tod ihres Mannes ihren verstorbenen Mann in der Abbildung nicht wiedererkannte. So bleibt die Büste bis heute ein Kuriosum.

7. Antecamera
Im ersten Vorzimmer (der Antecamera) der Reichen Zimmer hielt der Kurfürst bei bestimmten Anlässen eine Öffentliche Tafel ab; d.h.: auf einem Podest stand die Festtafel, an der der Kurfürst unter einem Baldachin saß und allein tafelte, dieweil die Gäste ihm beim Essen zuschauten und sich daran freuten, dass es ihm gut schmeckte. Bei einer solchen Festtafel am 16.6.1763 gewährt er Nannerl die Gunst, dass auch sie ihm noch vorspielen durfte, da drei Tage zuvor ausschließlich ihr Bruder bei der Hofgala in Nymphenburg musiziert hatte.

8. Hofkapelle
Kurfürst Max III bestellt bei Mozart für den ersten Fastensonntag 1775 ein Offertorium pro tempore „Misericordias Domini“. Da die Abreise Mozarts bevorsteht, muss er schnell komponieren, schätzt aber diese Komposition besonders.

9. Kaisersaal
Karl Theodor lädt Mozart ein, bei einer festlichen Hofakademie mitzuwirken, die zu Ehren des Königs Ferdinand IV. von Neapel und seiner Frau Maria Karolina im November 1790 im Kaisersaal stattfindet. Dazu wird der Boden mit Brettern ausgelegt und Spieltische aufgestellt, um sich bei Spiel und Spaß bei Hintergrundsmusik zu unterhalten. 
Dies ist Mozarts letzter Besuch in München.

10. Max-Joseph-Platz
Im Nationaltheater gehören heute Mozartopern zum festen Bestand des Repertoires; er ist neben Wagner und Richard Strauss der am häufigsten gespielte Komponist. 
Hier finden im Mozart-Jahr 2006 Mozartfestwochen statt, ebenso Aktionen für Kinder etc.

An dieser Stelle befand sich auch einst der Bau des Hofopernhauses von Cuvilliés, der noch in seinen Außenmauern (Rückseite) erhalten ist. Die Uraufführung von Idomeneo fand an dieser Stelle statt. Der Einbau der im 2. Weltkrieg geretteten Innenausstattung erfolgte dann nach dem Kriege im Apothekenstock, wo sie heute noch ist und gerade restauriert wird.

10. Burgstraße
In dem Eck-Haus in der Burgstraße 6 wohnt Mozart 1780 , während er die Oper Idomeneo komponiert. Später ist hier das Cafe Mozart.



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