Frankfurt
Kontrastreich



Spannende Gegensätze wie Tradition und Moderne ...
Frankfurt am Main, die Metropole im Herzen Europas, wird geprägt von spannenden Gegensätzen wie Tradition und Moderne, Handel und Kultur, Geschäftigkeit und Beschaulichkeit. Zu Frankfurts Charakter als Weltstadt tragen internationales Messegeschehen, Finanzgeschäft und Kulturleben ebenso bei wie die verkehrsgünstige Lage. Die berühmte Skyline, geprägt von mehr Hochhäusern als jede andere deutsche Stadt, verdankt Frankfurt in erster Linie den vielen in- und ausländischen Banken, die die Stadt - neben Börse, Sitz der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank - zum Finanzplatz Nummer 1 in Deutschland gemacht haben.

Touristenangebote


Auch als Dienstleistungszentrum ist Frankfurt führend: bestes Beispiel dafür ist das Commerzbankhochhaus, das mit 259 Metern (ohne Antenne) beziehungsweise 299 Metern (mit Antenne) das höchste Bürogebäude Kontinentaleuropas ist. Frankfurts Skyline ist einer fortwährenden Veränderung unterworfen - schon sind die nächsten Wolkenkratzer im Bau und weitere in Planung. Eine Attraktion der Frankfurter Skyline ist der im April 2000 eröffnete MAIN TOWER. Das Hamburger Büro Schweger+Partner errichtete im Bankenviertel den ersten öffentlich zugänglichen Wolkenkratzer. Im 53. Stock befindet sich ein Restaurant, im 55. Stock, in 200 Metern Höhe, eine Aussichtsplattform.
Zwei spektakuläre neue Projekte sieht der Hochhaus-Entwicklungsplan vor. Den 150 Meter hohen Neubau der Europäischen Zentralbank, sowie „FrankfurtHochVier" auf der Haupteinkaufsmeile „Zeil", dessen Name zugleich für sein Nutzungskonzept steht. Arbeiten, Einkaufen, Entspannen und Genießen sind die vier Säulen die das 90 - 120 Meter hohe Neubauprojekt tragen werden.
Zu der Geburtsstunde Frankfurts war von dieser Entwicklung allerdings noch nichts zu spüren: Die ehemalige Römerstadt „Nida" und spätere karolingische Pfalz trat am 22. Februar 794 aus dem Dunkel der Geschichte und wurde erstmals unter dem Namen „Frankfurt" urkundlich erwähnt. Anlass war eine

Tagung von europäischer Bedeutung - eine Reichssynode Karls des Großen. Von der besonderen Lage hat die Stadt „francono furd" ihren Namen erhalten: dem natürlichen Flussübergang kurz vor der Mündung des Mains in den Rhein, im Herzen des damaligen fränkischen Herrschaftsgebietes. Seit 1356 war der Frankfurter Dom, obwohl zu keiner Zeit Bischofssitz, Ort der deutschen Königswahl und rund 200 Jahre später Krönungsstätte deutscher Kaiser. Die anschließenden Festbankette fanden im Kaisersaal des „Römers" statt, einem aus drei Bürgerhäusern bestehenden Gebäudekomplex, den die Stadt 1405 erwarb und zum Rathaus umbaute. Die dreigiebelige Fassade ist seitdem das Wahrzeichen der Stadt. Dort tagt noch heute die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, das gewählte kommunale Parlament. Ebenfalls direkt im Rathaus, in den sogenannten „Römerhallen", und auf dem „Römerberg", dem Platz vor dem Rathaus, fanden schon im Mittelalter in Frankfurt Messen statt. Heute ist der Römerberg das Herz der historischen Altstadt und beliebte Anlaufstelle für Touristen. Und die „Römerhallen" sind ein gefragter Ort für Veranstaltungen aller Art.

Unweit des Römers steht die Paulskirche, in der 1848 erstmals eine deutsche Nationalversammlung zusammentrat. Die Paulskirche gilt seither als „Wiege" der deutschen Demokratie. Vor allem wegen des berühmten und einmaligen Museumsufers mit insgesamt 14 Museen auf beiden Mainseiten genießt Frankfurt den Ruf einer bedeutenden Kulturstadt. Das Museumsufer ist eine Synthese aus anspruchsvollem Kulturangebot und durchdachter Stadtgestaltung. Einige erhaltenswerte Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wurden entkernt und erhielten ein neues Innenleben. Ihre Fassaden prägen nach wie vor die Mainfront. Unter den Neu- und Erweiterungsbauten sind gestalterische Juwele herausragender Architekten von internationalem Rang. Highlights der Frankfurter Museumslandschaft sind das Museum für Moderne Kunst, das vom Wiener Architekten Hans Hollein in Form eines Tortenstücks errichtet wurde, das Deutsche Architektur-Museum oder das Museum für Kommunikation. Mit einem für deutsche Kommunen ungewöhnlich hohen Kulturetat hat die Stadt über Jahre neben Oper, Ballett, Schauspiel und Kammerspiel auch zahlreiche private Theater gefördert. Ein weiteres kulturelles Wahrzeichen Frankfurts ist das Konzert- und Kongresszentrum Alte Oper Frankfurt, das nach dem zweiten Weltkrieg wieder im Stil der italienischen Renaissance aufgebaut wurde.

Die 1914 gegründete Universität trägt den Namen von Frankfurts „großem Sohn": Johann Wolfgang Goethe. Dieser wurde am 28. August 1749 in Frankfurt geboren und verlebte seine Jugend in der Stadt am Main. Sein Geburtshaus zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Frankfurt und wurde 1997 durch das Goethe-Museum ergänzt.

Durch Europas zweitgrößten Flughafen, der sich mit dem Börsengang 2001 zur Fraport AG umfirmiert hat, den größten Personenbahnhof und als Knotenpunkt der wichtigsten Autobahnen Europas ist die Stadt vom In- und Ausland bequem und schnell zu erreichen. Entscheidendes Indiz hierfür ist die Tatsache, dass Frankfurt innerhalb Deutschlands die Stadt mit dem höchsten Anteil ausländischer Besucher ist - Touristen und Geschäftsreisende gleichermaßen. Vor allem Veranstalter und Teilnehmer von internationalen Kongressen wissen diesen Vorteil zu schätzen.

Auch dank seiner verkehrsgünstigen Lage gehört Frankfurt zu den ältesten europäischen Handelsplätzen nördlich der Alpen und zählt heute zu den bedeutendsten Messeplätzen der Welt. Erste Messen fanden nachweislich bereits im 11. Jahrhundert in Frankfurt statt. Ein offizielles Messeprivileg erhielt die Stadt von Friedrich II im Jahre 1240.

Die Messe Frankfurt kann somit auf eine über 750-jährige Tradition zurückblicken. Das heutige Messegelände befindet sich im Westen der Stadt und bietet auf rund 475.000 Quadratmetern in zehn großen Messehallen Ausstellungsfläche für die großen nationalen und internationalen Frankfurter Messen. Am bekanntesten und beliebtesten sind wohl die Frankfurter Buchmesse und die Internationale Automobil Ausstellung (IAA). Als Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) behauptet Frankfurt seine Position als führendes Finanzzentrum. Dies wird verstärkt durch die Tatsache, dass von den 332 Banken, darunter 194 Auslandsbanken, 229 Kreditinstitute ihren Sitz in der Finanzmetropole haben (Stand 2004). Zwar ist die Zahl der Auslandsbanken in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, doch dieser Bankenschwund ist zumeist auf Fusionen zurückzuführen. 



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